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Aussichtspunkt, Calw

Der Hohe Fels

Tolle Aussicht auf Calw.

Ein Weg führt aus der Stadt hoch.

Der Rundweg ist im Flyer Rund um Calw zu finden.

Das Brauchtum das "Fackeln" wurde hier noch bis Ende des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts praktiziert. 1962 wurde auf dem Hohen Fels ein Mahnmal errichtet.

Den Namen hat der Hohe Fels durch seine Lage, hoch über Calw auf dem Kapellenberg. Die Steinplatten sehen aus wie Finger die in Richtung Westen zeigen. Die Anordnung der Steine ist nicht natürlich, man vermutet, dass die Kelten zu ihrer Zeit dort mit den Steinplatten eine Mauer errichten wollten.

Auf dem Hohen Fels, der sich hoch über der Stadt auf dem Kapellenberg erhebt, steht ein 1962 errichtetes Mahnmal. Es soll an alle Menschen erinnern, die in den Stürmen des vergangenen Jahrhunderts ihr Leben verloren haben. Brauchtumspflege auf dem Hohen Fels Das Fackeln war ein jahrhundertealter Brauch, der auf dem Hohen Fels ausgeübt wur de. Die männliche Schuljugend machte sich im Herbst, nach dem Septemberjahrmarkt, auf zum Hohen Fels; dort wurde auf dem altarförmigen Sandsteinblock, der neben dem Fuß des Hauptfelsens liegt, ein großer Holzstoß entflammt, an dem die Jugend ihre Fackeln oder ein Stück Holz entzündeten. Schwingend und singend marschierten die Burschen und Mädchen mit ihren brennenden Fackeln hangabwärts über die Wiesen zum Großen Brühl, wo die Fackeln gelöscht und deren Reste auf einen Haufen zusammengeworfen und verbrannt wur den. Bei guter Witterung fand dieser Brauch ursprünglich Abend für Abend über zwei bis drei Wochen hinweg statt. Später wurde er auf eine Woche bzw. drei Tage und schließlich auf einen Tag beschränkt. Ab 1909 organisierte der Schwarzwaldverein dieses Schauspiel, wozu Kinder mit ihren Lampions sowie ein Großteil der Bevölke rung auf dem Großen Brühl auf den Fackelzug warteten um das bewegte Treiben, den Musikreigen, die Volkstänze sowie das Fackelschwingen mitzuerleben. Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte der Brauch Anfang der 1950er Jahre für einige Jahre wieder auf. Sein Ursprung ist unbekannt. Auch Hermann Hesse war gern auf dem Hohen Fels. Oft ging er als Knabe vom Eltern haus dort hinauf. Er nahm den direkten steilen und über die Eisenbahngleise führen den Weg, der natürlich verboten war. Doch hier war er der Welt entrückt und führte Experimente mit Feuer durch. Vielleicht hatten ihn die Fackler dazu inspiriert.

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