Ödenturm
Der rund 33 Meter hohe Turm blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück. Seine Ursprünge reichen vermutlich bis in die staufische Zeit zurück, worauf die charakteristische Bauweise mit Buckelquadern hindeutet. Spätestens im 15. Jahrhundert war der Turm Teil der Befestigungsanlage rund um die benachbarte Burg Helfenstein und diente deren Sicherung.
Nach der Zerstörung der Burg im Jahr 1552 blieb der Ödenturm als Wachturm bestehen und wurde zur Überwachung der Umgebung genutzt. Eine Glocke warnte bei Bränden, zudem wurden bei Gefahr Signale abgegeben. Im Gegensatz zur Burg überstand der Turm die Jahrhunderte und wurde so zum dauerhaften Wahrzeichen der Stadt.
Im Inneren führt eine Holztreppe hinauf zur Turmstube, in der sich eine kleine Ausstellung zur Geschichte der Grafen von Helfenstein befindet. Der Aufstieg wird mit einem beeindruckenden Panorama belohnt, das besonders an klaren Tagen weit über die Region hinaus reicht.
Der Ödenturm ist heute ein beliebtes Ausflugsziel und lässt sich gut zu Fuß erreichen – entweder von der Innenstadt Geislingens oder vom Wanderparkplatz bei der Burgruine Helfenstein aus. Besonders reizvoll ist der Besuch in Kombination mit einer Wanderung entlang des Albtraufs.
Besichtigung: an Sonntagen von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr von Mai bis Oktober. Führung für Gruppen nach Vereinbarung.
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