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Geotop, Drackenstein

Kalktuffterrasse mit Mariengrotte

Über 20 m hohe Kalktuffterrasse mit Mariengrotte im Gosbachtal – faszinierender Geopoint mit sichtbarer Landschaftsbildung. Parken an der Kirche Drackenstein.
Am steilen Hang des tief eingeschnittenen Gosbachtals erhebt sich bei Unterdrackenstein eine eindrucksvolle Kalktuffterrasse, die seit 2020 als Geopoint ausgewiesen ist. Über Jahrtausende hat sich hier aus kalkhaltigem Quellwasser eine mehr als 20 Meter hohe Tuffformation aufgebaut. Stetig lagert sich Kalk ab, während das Wasser über den Rand der Terrasse hinabfließt – ein natürlicher Prozess, der Landschaft sichtbar formt.

Typisch für diesen Ort sind die sogenannten „Nasen“: steinerne Überhänge, die durch fortlaufende Kalkablagerung entstehen. Wächst eine solche Nase über längere Zeit, bricht sie irgendwann unter ihrem Eigengewicht ab – und der Kreislauf beginnt von Neuem. So lässt sich hier ein geologischer Prozess nahezu live beobachten.

Etwas unterhalb der Terrasse befindet sich eine Mariengrotte mit einer Marienstatue. Anders als viele künstlich angelegte Grotten entstand dieser Hohlraum als Primärhöhle direkt durch die Tuffbildung. Solche Mariengrotten sind in Süddeutschland weit verbreitet und oft an die berühmte Grotte von Lourdes angelehnt.

Kalktuffstandorte sind ökologisch besonders wertvoll und zugleich empfindlich. Deshalb bitte unbedingt auf den ausgewiesenen Wegen bleiben. Parkmöglichkeiten befinden sich an der Kirche in Drackenstein.

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