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Historische Stätte, Bad Boll

Ehem. Bertaburg

Reste einer mittelalterlichen Spornburg auf dem Kornbergsporn bei Bad Boll. Gräben, Wälle und Legenden um Berta von Boll erinnern an die einstige Burganlage.
Die ehemalige Burg Landsöhr – auch Burg Landseer oder Bertaburg genannt – lag auf einem markanten Sporn des Kornbergs oberhalb von Bad Boll. Die mittelalterliche Anlage bestand vermutlich im 13. und 14. Jahrhundert und wurde strategisch durch mehrere Halsgräben, Wallanlagen und massive Steinmauern gesichert. Schriftliche Belege zur Burg sind rar, doch die Geländeform verrät bis heute den Aufbau von Kernburg und Vorburg: zwei abgegrenzte Flächen, eingefasst von tiefen Gräben und einem umlaufenden Wall.

Vom einstigen Bauwerk sind heute nur noch Geländevertiefungen und Erdstrukturen sichtbar, die die Größe und Lage der Burg erahnen lassen. Ihren volkstümlichen Namen „Bertaburg“ erhielt die Anlage durch die Überlieferung um Berta von Boll, eine bedeutende Stauferin. Sie soll hier zeitweise ihren Witwensitz gehabt haben und wurde lange als Wohltäterin verehrt – der Legende nach schenkte sie jeder Boller Familie jährlich Mehl und Brot.

Archäologisch wie landschaftlich ist der Burgstall ein spannendes Zeugnis regionaler Geschichte. Der Sporn bietet zudem eindrucksvolle Einblicke in die historische Nutzung des Geländes und lässt die Zeit der frühen Adelsgeschlechter rund um den Kornberg lebendig werden.

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