Historisches Wasserrad
Bereits im Jahr 1837 wurde für diesen Standort erstmals eine Konzession zur Nutzung der Wasserkraft erteilt. Die Lage am Mühlbach bot günstige Voraussetzungen für den Einsatz eines Wasserrades als zuverlässige Energiequelle. Ende des 19. Jahrhunderts kam es zu einem bedeutenden Wendepunkt: Die Holzdreher Andreas und Georg Hommel erwarben 1891 das Anwesen, das zu diesem Zeitpunkt bereits mehrere Jahre außer Betrieb war. Ihr Plan, ein neues Wasserrad zu installieren und den Standort wiederzubeleben, scheiterte jedoch an wirtschaftlichen Schwierigkeiten.
Erst mit dem Eigentümerwechsel gelang die Umsetzung. Der Elfenbeinfabrikant Konrad Kayser aus Geislingen ließ im Jahr 1897 ein neues, größeres Wasserrad einbauen und nahm die Wasserkraftnutzung erfolgreich wieder auf. Das Rad steht damit für technische Innovationskraft, unternehmerisches Risiko und die Bedeutung erneuerbarer Energiequellen lange vor der Elektrifizierung.
Heute ist das historische Wasserrad ein frei zugängliches Industriedenkmal und lädt dazu ein, die Geschichte der Wasserkraftnutzung in Süßen nachzuvollziehen. Es ergänzt das Stadtbild um einen authentischen Einblick in die regionale Wirtschafts- und Technikgeschichte.
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