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Historisches Gebäude, Calw

Landhaus Dörtenbach

Landhaus von Johann Georg Dörtenbach

Wir begegnen hier einer Persönlichkeit, die Calws Geschichte mitgeprägt hat. Der Unternehmer, Industrielle, Bankier und Politiker hat sich besonders für den Eisenbahnbau eingesetzt.

Im Jahr 1850 kaufte der Calwer Industrielle, Finanzier und Politiker Johann Georg Dörtenbach (1795 – 1870) den damals noch frei
stehenden Gebäudekomplex, das heutige Wohngebäude Hirsauer
Wiesenweg 4-8. Anfang des 19. Jahrhunderts war es von Georg
Friedrich Zahn als Leinenfabrik errichtet worden. Dörtenbach
nutzte es als abgelegenen Wohnsitz, in dem er sich von seinen
zahlreichen beruflichen Aufgaben erholen konnte. Johann Georg
Dörtenbach war wohl einer der einflussreichsten Calwer im
19. Jahrhundert. Aus einer seit dem frühen 17. Jahrhundert hier
ansässigen, wirtschaftlich sehr erfolgreichen Familie stammend, trat er früh in die väterliche Firma ein. Als Unternehmer und Investor engagierte er sich in zahlreichen Projekten der beginnenden Industrialisierung in Württemberg. Auch vertrat er seine Heimatstadt als Abgeordneter im Stuttgarter Landtag. Die wirtschaftliche Entwicklung Calws lag ihm vorrangig am Herzen. Besonders für den Bau der Eisenbahnlinie von
Stuttgart nach Calw setzte er sich mit großem Nachdruck ein. Nur wenige Schritte von dem noch heute als Wohnhaus genutzten ehemaligen Dörtenbachschen Anwesen befindet sich die im Volksmund aus offensichtlichen Gründen als Schlössle bezeichnete Villa, die Anfang des 20. Jahrhundert von dem Calwer Fabrikanten und Vorstandsmitglied der Vereinigten Calwer Deckenfabriken Gustav Heinrich Wagner erbaut wurde. Sie beeindruckt durch die Verwendung mittelalterlicher Bauformen und deren Verbindung mit Elementen des Jugendstils. Das Landesdenkmalamt bezeichnet das Gebäude als „gelungenes Beispiel einer großbürgerlichen Villa im historisierenden Stil um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert“.

Preise

Freier Eintritt

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