Kreuzkapelle Wiesensteig
Im Jahr 1700 wurde die Anlage um ein Bildnis der schmerzhaften Muttergottes, die sogenannte Mater Dolorosa, ergänzt. Die Unterhaltung dieser Figur wurde durch eine Stiftung des Chorherrn Georg Jacob aus dem Stift Wiesensteig ermöglicht. Über fast 200 Jahre hinweg waren Kruzifix und Muttergottesfigur ungeschützt der Witterung ausgesetzt. Erst 1825 sammelten die Bürger von Wiesensteig auf Initiative von Ignaz Mayr und Clemens Messerschmid Spenden, um eine schlichte Kapelle mit kleinem Dachreiter und Glocke zu errichten. Damit erhielten die religiösen Figuren erstmals einen dauerhaften Schutz.
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Kreuzkapelle zu einer Wallfahrtsstätte. Ein Fußweg, gesäumt von Kreuzwegstationen, führt seither durch den Buchenwald hinauf zur Kapelle. Dieser Kreuzweg wurde 1974 instand gesetzt und mit farbigen Reliefarbeiten der Ulmer Künstlerin Deininger-Eggert neu gestaltet. Weitere Renovierungen folgten 1974 und 2003.
Heute ist die Kreuzkapelle ein stiller Ort der Besinnung, ein beliebtes Ziel für Spaziergänge und Wanderungen sowie ein bedeutendes Zeugnis religiöser Geschichte am Albtrauf. Im Jahr 2025 begeht die Kapelle ihr 200-jähriges Bestehen als Bauwerk und bleibt damit ein fester Bestandteil der Kulturlandschaft rund um Wiesensteig.
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