St. Maria Kapelle mit Pietà
Die aus Lindenholz geschnitzte Darstellung zeigt Maria mit dem Leichnam Christi und beeindruckt durch ihre emotionale Ausdruckskraft sowie ihre fein ausgearbeitete Formensprache. Kunsthistorisch markiert die Nenninger Pietà einen Höhepunkt der süddeutschen Rokokoskulptur und wird aufgrund ihrer Qualität häufig in einem Atemzug mit berühmten Werken europäischer Kunstgeschichte genannt.
Die Kapelle selbst entstand im selben Jahr als gemeinschaftliches Projekt von Dorfherrschaft und Bevölkerung. Nach einer schweren Hungersnot wurde ein Neubau anstelle einer älteren Kapelle errichtet. Materialien stellte der Patronatsherr Maximilian Emanuel von Rechberg zur Verfügung, während die Dorfbewohner den Bau ausführten. So entstand ein stimmiges Gesamtensemble, das bis heute nahezu unverändert erhalten ist.
Trotz ihrer bescheidenen Größe zieht die Kapelle immer wieder Kunstinteressierte an. Die Verbindung aus historischer Architektur, bewegter Entstehungsgeschichte und einem herausragenden Kunstwerk macht sie zu einem besonderen Ort am Fuße der Schwäbischen Alb.
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