Dorfkirche Gammelshausen
Die Dorfkirche Gammelshausen ist ein bedeutendes Zeugnis der Orts- und Kirchengeschichte und gehört heute zur Evangelischen Kirchengemeinde Dürnau-Gammelshausen. Wann in Gammelshausen erstmals ein Gotteshaus errichtet wurde, ist nicht überliefert. Sicher belegt ist jedoch ein Kapellenneubau aus dem Jahr 1436. Aus dieser frühen Zeit stammt vermutlich auch ein Kruzifix, dessen Torso heute als Leihgabe im Göppinger Museum im Storchen zu sehen ist.
Kirchlich war Gammelshausen lange Zeit Boll zugeordnet. Der Wunsch nach kirchlicher Eigenständigkeit zeigt sich in der sogenannten Kielbogenpforte mit der Jahreszahl 1499, die auf den Versuch hinweist, einen eigenen Priester anzustellen. Trotz Erweiterung um eine Sakristei scheiterte dieses Vorhaben bereits 1525 aus finanziellen Gründen. Die Reformation wurde 1537 vollzogen, zeitgleich mit Boll.
Das heutige Kirchengebäude entstand um 1700 unter Einbeziehung älterer Bauteile. Bei einer Renovierung im Jahr 1954 wurden an der Kanzel kunstvolle Darstellungen der vier Evangelisten aus der Zeit um 1500 freigelegt. Ein besonderer Blickfang ist zudem der raumhohe Orgelprospekt, geschaffen 1873 vom Göppinger Orgelbaumeister Johann Schäfer.
Die Dorfkirche prägt bis heute das Ortsbild von Gammelshausen und lädt Besucherinnen und Besucher ein, Geschichte, Architektur und Atmosphäre dieses besonderen Ortes zu entdecken.
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