Evangelische Stiftskirche St. Cyriakus
Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Kirche im Jahr 1155 als Chorherrenstift. Als Stifterin gilt Gräfin Bertha von Ravenstein, deren Wirken eng mit der Geschichte des Ortes verbunden ist. Die Kirche befindet sich auf einem Hügel oberhalb von Bad Boll und war ursprünglich von Wall und Mauer umgeben, was auf ihre frühere Funktion als geschützter Rückzugsort hinweist. Reste dieser Befestigung sind bis heute teilweise erhalten, während die umliegende Parkanlage an den ehemaligen Friedhof erinnert.
Im Inneren beeindruckt die klare, ruhige Raumwirkung der romanischen Bauweise. Unter der Kirche befindet sich zudem eine Krypta mit Ursprüngen im 11. Jahrhundert, die auf eine noch ältere Baugeschichte hinweist. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Kirche mehrfach verändert und ergänzt, blieb jedoch in ihrer Grundstruktur weitgehend erhalten.
Besondere Akzente setzen die künstlerisch gestalteten Glasfenster, darunter ein Werk von Hans Gottfried von Stockhausen, das moderne Gestaltung mit sakraler Tradition verbindet. Auch das vierstimmige Geläut und die erhöhte Lage tragen zur besonderen Atmosphäre dieses Ortes bei.
Die Stiftskirche ist täglich bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet und lädt dazu ein, Geschichte, Architektur und Spiritualität in ruhiger Umgebung zu erleben.
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