Stiftskirche St. Cyriakus
Im Verlauf ihrer Geschichte wurde die Kirche mehrfach von Bränden und Zerstörungen getroffen. Besonders verheerend wirkte sich der Stadtbrand von 1648 aus, bei dem das Bauwerk weitgehend zerstört wurde. Erst Jahrzehnte später begann der Wiederaufbau: Der Chorraum wurde ab 1719 im barocken Stil neu gestaltet, während das Kirchenschiff im 18. Jahrhundert klassizistische Formen erhielt. So vereint die Kirche heute eindrucksvoll verschiedene architektonische Epochen.
Im Inneren eröffnet sich ein harmonisches Zusammenspiel aus barocker Pracht und klassizistischer Klarheit. Besonders prägend ist das Kruzifix über dem Altar, geschaffen vom Wiesensteiger Hofbildhauer Johann Baptist Straub. Es verbindet symbolisch die unterschiedlichen Stilrichtungen des Kirchenraums. Der lichtdurchflutete Chor mit kunstvoll gestalteter Decke und der reich ausgestattete Hochaltar unterstreichen die besondere Atmosphäre des Gotteshauses.
Auch außerhalb lohnt sich ein Blick: An der Südseite befindet sich eine historische Ölbergdarstellung aus dem frühen 18. Jahrhundert. Die Stiftskirche ist damit nicht nur ein Ort des Glaubens, sondern auch ein eindrucksvolles Zeugnis regionaler Geschichte und Kunst.
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