"Der Stand der Dinge" von Lutz Fritsch
„Der Stand der Dinge“ ist eine großformatige Plastik von Lutz Fritsch und wurde 1992 für die Landesgartenschau entwickelt. Es befindet sich im Enzauenpark. Dabei handelt es sich um zwei sehr lange rote Stahlrohre, die aus dem Boden emporschauen.
„Der Stand der Dinge“ ist eine großformatige Plastik von Lutz Fritsch und wurde 1992 für die Landesgartenschau entwickelt. Sie befindet sich im Enzauenpark und gehört heute zu den markantesten Kunstwerken im öffentlichen Raum der Stadt. Die Installation besteht aus zwei sehr langen, leuchtend roten Stahlrohren, die scheinbar mühelos aus dem Boden in den Himmel ragen und durch ihre klare Formensprache sofort ins Auge fallen.
Diese Skulptur ist aus dem Enzauenpark nicht mehr wegzudenken. Sie prägt die Parklandschaft nachhaltig und ist aufgrund ihrer Größe schon aus großer Entfernung sichtbar, wodurch sie zu einem Orientierungspunkt im Gelände wird. Besonders faszinierend ist, dass sich das Erscheinungsbild der Säulen je nach Perspektive verändert. Da die Rohre in einem Winkel von etwa 5° zur Erde geneigt sind, entsteht beim Vorbeigehen der Eindruck von Bewegung und Rotation, fast so, als würden sie sich langsam drehen.
Auch der Hintergrund beeinflusst die Wirkung auf die Betrachtenden erheblich. Blickt man in Richtung Wald, wirken die roten Linien wie ein spannender Kontrast zur Natur und erscheinen beinahe organisch. In Richtung der Industriegebäude hingegen entfalten sie eine technisch-kühle, fast konstruktive Ästhetik.
Das Werk schlägt somit eine Brücke zwischen Natur und Industrie, zwischen Ruhe und Dynamik. Es macht deutlich, dass Wahrnehmung immer vom eigenen Standpunkt abhängt – ganz im Sinne seines Titels „Der Stand der Dinge“.
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