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Kunst im öffentlichen Raum, Pforzheim

„Kniender Jüngling“ von Adolf Bäuerle

Die lebensgroße Plastik "Kniender Jüngling" aus Muschelkalk wurde in den Jahren 1917 bis 1918 von Adolf Bäuerle in St. Georgen im Schwarzwald geschaffen.

Die Plastik von Adolf Bäuerle gehörte ursprünglich zu einer Brunnenanlage, die um 1918 in der Schwarzwaldstraße vor der ehemaligen Volksschule errichtet wurde. Entstanden ist sie in den Jahren 1917 bis 1918 in St. Georgen im Schwarzwald und wurde aus Muschelkalk gefertigt, einem für die Region typischen Gestein.

Dargestellt ist ein kniender Mann, der seinen Kopf mit der rechten Hand bedeckt, während er sich mit der linken Hand am Boden abstützt. Seine Kleidung ist nur grob angedeutet und bewusst schlicht gehalten. Der Künstler verzichtet auf detaillierte Ausarbeitung, um den Fokus ganz auf das Menschliche und die emotionale Ausdruckskraft der Figur zu legen.

Die Haltung des Mannes wirkt schwer und niedergedrückt. Die Figur strahlt Schmerz, Trauer, Verzweiflung und Furcht aus. In ihrer Körpersprache wird deutlich, dass es sich nicht um einen triumphierenden Helden, sondern um einen leidenden Menschen handelt.

Der kniende Krieger dient als mahnendes Denkmal an die Schrecken des Ersten Weltkriegs. Er soll die Betrachter daran erinnern, dass Krieg kein Ruhmesakt ist, sondern unermessliches Leid über die Menschen bringt und tiefe seelische Wunden hinterlässt.

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