Papiermühle - Ehem. Pappenfabrik Josef Lang
Die Wasserkraft der Fils bildete über Jahrhunderte hinweg die Grundlage für den Betrieb. Nach einem Brand im Jahr 1770 wurde die vordere Mühle am heutigen Standort neu errichtet und die Papierherstellung fortgeführt. Mehrere Eigentümerwechsel prägten die folgenden Jahrzehnte, bis 1861 eine grundlegende Umstellung notwendig wurde: Um konkurrenzfähig zu bleiben, wurde die Produktion von Papier auf Pappe verlagert. Diese Entscheidung sicherte den Fortbestand des Betriebs und leitete die erfolgreiche Phase der Pappenfabrik Josef Lang ein.
Über viele Jahrzehnte hinweg wurde hier Pappe für unterschiedliche Verwendungszwecke hergestellt. Die Produktion erwies sich als wirtschaftlich tragfähig, bis sich die Marktbedingungen erneut veränderten. Im Jahr 1999 musste der Betrieb schließlich aufgrund mangelnder Wettbewerbsfähigkeit eingestellt werden. Mit der Schließung endete zugleich die traditionsreiche Papier- und Pappenherstellung im oberen Filstal.
Heute ist die Papiermühle ein Ort der Erinnerung und Teil der regionalen Industriekultur. Die erhaltenen Gebäude verweisen auf die Bedeutung der Wasserkraft, auf handwerkliches Können und auf den Wandel industrieller Produktionsformen über mehr als drei Jahrhunderte hinweg.
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