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Naturbesonderheit, Gaildorf

Vier Linden

Die „Vier Linden“ bei Eutendorf vereinen imposante Natur mit Geschichte. Neben den alten Bäumen ragt ein historisches Sühnekreuz empor, um das sich düstere Überlieferungen ranken.

Naturdenkmal

Unmittelbar an der Kreisstraße 2617 zwischen Ottendorf und Eutendorf stehen auf Eutendorfer Gemarkung die Vier Linden. Die imposante Lindengruppe mit den vier alten Bäumen und dem verwitterten Steinkreuz wird aus landeskundlichen und kulturellen Gründen als Naturdenkmal geschützt.

Sühnekreuz

Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Steinkreuz bei Eutendorf in einem Gemeinderegister von 1531. Wahrscheinlich stammt es aber bereits aus dem 15. Jahrhundert. Diese Steinkreuze wurden aus verschiedenen Gründen aufgestellt. Die häufigsten waren als Gedenksteine nach Unfällen oder als Sühnekreuze bei Tötungsdelikten.

Sühnekreuze standen meist an Wegen und Wegkreuzungen. Die Vorübergehenden sollten angehalten werden, Fürbittgebete für den Getöteten zu leisten, da dieser ohne Sterbesakramente gestorben war.

Mord und Totschlag

Der Überlieferung nach sollen sich an der Stelle des Eutendorfer Sühnekreuzes zwei Handwerksgesellen um ein Brot gestritten haben. Der Streit endete mit dem gegenseitigen Totschlag der beiden. Nach einer anderen Überlieferung fand an dieser Stelle ein Duell statt. Außerdem weiß der Volksmund zu berichten, dass man an den Linden nachts dem Lindengeist und geisterhaften Hasen begegnen kann.

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