Ettenheimweiler
Ein Vogt oder
"Stabhalter" (heute noch Namen des Stadtrats von Ettenheimweiler)
vertrat der Stadt gegenüber die Interessen der kleinen Gemeinde. Die
heutige, 1826 erbaute Kirche, löste eine alte Kapelle ab mit einer
wundertätigen spätgotischen Madonna "zur Weyden" (erhalten), für die
1503 eine Stiftung gemacht wurde.
Für die neue Kirche erhielten die
Weilermer aus der Abbruchmasse der Orangerie im Garten des Klosters
Ettenheimmünster das prächtige Portal (1772 von Egidi Butsch gearbeitet)
Über dem Bogen eine Landelinsbüste und die Rosensträucher auf dem Felsen, das Wappenbild von Abt Dornblüeth (1740-74). Vor der Kirche ein barockes Kreuz von 1748. Im 16./17. Jahrhundert blühte im Gewann"Heilbad" eines der zahlreichen Bauernbäder der Zeit. Am "Schiewebuck" wird am "Fasentkuechlisundig" (Sonntag nach Fastnacht), seit einigen Jahren vorverlegt auf den Samstag, der Brauch des Scheibenschlagens geübt.
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