Über Städte und Dörfer
-Zu den Öffnungszeiten
Die Veränderungen von Dörfern und Kleinstädten verlaufen überall in Deutschland ähnlich: Öffentliche Orte sind immer weniger belebt, Läden und Gaststätten schließen, manche Häuser stehen leer und verkommen. Der Wohlstand ist gewachsen, aber der soziale Raum ist geschrumpft, und die junge Bevölkerung wandert teilweise ab. Die Ausstellung „Über Städte und Dörfer“ zeigt Fotografien des Künstlerpaars Ute und Werner Mahler sowie von Ludwig Schirmer, die den Wandel in den Dörfern einfingen.
Im Langzeitprojekt „Ein Dorf“ (1950-2022) von Ute und Werner Mahler fotografierte Ute Mahlers Vater, Ludwig Schirmer, in den 1950ern sein sehr lebendiges Heimatdorf Berka in Thüringen. Werner Mahler dokumentierte Berka in den 1970er Jahren in der DDR und die Umbrüche nach der Maueröffnung. Ute Mahler hat in den 2020ern eine fotokünstlerische Bestandsaufnahme von den Menschen und ihrem Leben im heutigen Berka geschaffen. Aus diesen vier Zeitabschnitten ergibt sich ein beeindruckendes Entwicklungspanorama des ländlichen Lebens in Deutschland – die Bilder stehen stellvertretend für die baulichen und sozialen Veränderungen der Wohnorte vieler Menschen.
Ergänzt wird die Ausstellung mit Fotografien aus der Serie „Kleinstadt“ (2015-2018), in der Ute und Werner Mahler das „Verlassen werden“ in über 100 Kleinstädten in ganz Deutschland fotokünstlerisch dokumentiert haben.
Eine dritte Werkgruppe „Spurensuche“ wird im Hessekabinett präsentiert. In diesem Projekt nähert sich Ute Mahler sensibel bedeutenden Persönlichkeiten wie Johann Wolfgang von Goethe, Bertold Brecht, Friedrich Nietzsche oder Hermann Hesse.
Ute Mahler und Werner Mahler studierten an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. 1990 gehörten sie zu den Gründern der heute renommierten Bildagentur „Ostkreuz – Agentur der Fotografen“. Nach zahlreichen eigenen fotografischen Großprojekten entschieden sie sich 2008, gemeinsame Langzeitprojekte umzusetzen, in denen sie gesellschaftliche, politische und private Veränderungen unserer Zeit thematisieren. Ihre Arbeiten werden weltweit ausgestellt und in Büchern publiziert.
Das Stadtmuseum Tübingen zeigt die Ausstellung in Kooperation mit der Poetikdozentur der Universität Tübingen sowie dank der Unterstützung des Freundeskreises des Stadtmuseums. Dies ist trotz angespannter Haushaltslage möglich, da alle Beteiligten umfangreiche Eigenleistungen einbringen.
Preise
Freier EintrittÖffnungszeiten
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Donnerstag 21.05.2026 |
11:00
- 17:00 Uhr
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Freitag 22.05.2026 |
11:00
- 17:00 Uhr
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Samstag 23.05.2026 |
11:00
- 17:00 Uhr
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Sonntag 24.05.2026 |
11:00
- 17:00 Uhr
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Mittwoch 27.05.2026 |
11:00
- 17:00 Uhr
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Donnerstag 28.05.2026 |
11:00
- 17:00 Uhr
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Freitag 29.05.2026 |
11:00
- 17:00 Uhr
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Samstag 30.05.2026 |
11:00
- 17:00 Uhr
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Sonntag 31.05.2026 |
11:00
- 17:00 Uhr
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