Vernissage mit Nicolas Mahler: Ach die dumme Literatur!
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„Ach die dumme Literatur!“, beklagt Hermann Hesse in einem Tagebucheintrag 1907 die Schwierigkeit, „was Rechtes“ zu Papier zu bringen.
Für eine Ausstellung im Literaturhaus Heilbronn hat Nicolas Mahler Korrespondenzen, Tagebücher und Werke von 12 Autorinnen und Autoren der klassischen Weltliteratur durchforstet und die Urheberinnen und Urheber in Zeichnungen, begleitet von Originalzitaten, zu Papier gebracht.
„Es gelingt mir fast nichts“, notiert Max Frisch, während Ingeborg Bachmann immer wieder unter Motivationsproblemen leidet: „Mein Gedicht-Ehrgeiz ist zero“.Die Vielschreiberin Friederike Mayröcker veröffentlichte im Laufe ihres langen Lebens zwar über 100 Bücher, doch auch sie hatte arge Zweifel an ihrer Tätigkeit: „Ist Schreibarbeit gleich Lesbarkeit?“
Kurzum: „Ein Buch zu veröffentlichen, bringt dieselben Komplikationen mit sich wie eine Hochzeit oder eine Beerdigung.“ (E.M. Cioran)
Die Ausstellung zeigt die mühevollen Stationen der Literaturproduktion, vom leeren Blatt Papier bis zum Eintreffen der ersten Besprechungen. „Danke für die Rezensionen – die beide gleich blöd sind.“ (Peter Handke)
Und dennoch, wie Marguerite Duras feststellte „schreibt man irgendwo auf der Welt Bücher. Alle schreiben welche. Ich glaube es. Ich bin sicher, dass es so ist.“
Preise
Freier EintrittÖffnungszeiten
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Mittwoch 09.09.2026 |
18:00
- 20:00 Uhr
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