Anna Barham: delirious mantra
-Zu den Öffnungszeiten
Die Installationen, Videos und Soundarbeiten der Londoner Künstlerin Anna Barham beschäftigen sich mit ethischen Fragen in Zusammenhang mit digitaler Spracherkennung. Die Ausstellung ist bis zum 14.6.2026 zu sehen.
Über die Ausstellung:
In einem digitalen Kontext, der uns dazu verleitet, an eine
nahtlose und unmittelbare Kommunikation zu glauben, wird die körperliche
Reibung in der Sprache zu etwas, das geglättet werden muss. Systeme wie
die automatische Spracherkennung sind geprägt von hegemonialen
Vorstellungen darüber, welche Stimmen zählen und welche linguistischen
Formen es wert sind, anerkannt zu werden.
Anna Barham (*1974,
Sutton Coldfield), die im Badischen Kunstverein ihre erste umfassende
Einzelausstellung in Deutschland präsentiert, entzieht sich dieser
Glättung von Sprache und rückt stattdessen das Unübersetzbare und nicht
Reduzierbare ins Zentrum unserer Aufmerksamkeit. Ihre künstlerische
Praxis verbindet Sprache mit dem Bildlichen und Performativen, um
herauszukristallisieren, welche assoziativen Bedeutungen einem Wort
inhärent sein können, aber erst durch eine neue Verschiebung seiner
einzelnen Teile zum Vorschein treten.
Barham behandelt Sprache
sowohl als plastisches als auch akustisches Material und füllt die
Ausstellung mit Sounds und Stimmen. Hände formen und verformen
Buchstaben aus geometrischen Flächen; Text schlängelt sich durch die
Ausstellungsräume, um die institutionelle Architektur und ihrer
Ausstattung herum und darüber hinweg; ein großformatiger UV-Drucker
produziert Wörter und Bilder; und aus dem entferntesten Raum ertönt der
unaufhörliche Ruf einer Zikade.
Seit 2013 arbeitet Anna Barham
mit der Fehleranfälligkeit von Spracherkennungen, um neue Bedeutungen zu
erschließen sowie die Materialität der Stimme und ihre Unterbrechungen
in den Vordergrund zu stellen. Für die Künstlerin sind es genau diese
Texturen und Prozesse des Verhörens, die das Potenzial der Stimme
ausmachen. In ihrer neuen Soundarbeit ZYX (2026) betrachtet sie die durch automatische Spracherkennung verursachten Fehler als Halluzinationen.
Was
zunächst wie ein falsch wahrgenommener Text anmutet, ist stattdessen
eine neue Art des Denkens und Schreibens in radikaler Opposition zur
Automatisierung, Normierung und Autorität.
Kuratiert von Anja Casser
Die
Ausstellung wird gefördert durch den Innovationsfonds Kunst des
Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und
ist bis zum 14.6.2026 zu sehen.
Anna Barham (*1974, Sutton Coldfield) lebt und
arbeitet in London. Sie arbeitet mit Video, Sound, Print, Installation
und Performance. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit Sprache, die
sich zwischen verschiedenen materiellen Formen, Technologien und Körpern
bewegt. Barham studierte Mathematik und Philosophie an der Universität
Cambridge, bevor sie von 1997 bis 2001 Kunst an der Slade School of Fine
Art in London studierte. 2019 war sie Artist in Residence am St John's
College der Universität Oxford. Sie ist Dozentin an der Ruskin School of
Art in Oxford sowie an der University of the Arts in London und
schließt derzeit ihren praxisorientierten PhD an der Universität Oxford
ab. Ihre Werke sind in bedeutenden Sammlungen vertreten, darunter die
Tate, die Government Art Collection und das Victoria & Albert Museum
in London, das SFMOMA in San Francisco und das Centro Galego de Arte
Contemporánea (CGAC) in Santiago de Compostela.
Preise
Freier EintrittÖffnungszeiten
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Donnerstag 21.05.2026 |
11:00
- 19:00 Uhr
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Freitag 22.05.2026 |
11:00
- 19:00 Uhr
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Samstag 23.05.2026 |
11:00
- 17:00 Uhr
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Sonntag 24.05.2026 |
11:00
- 17:00 Uhr
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Dienstag 26.05.2026 |
11:00
- 19:00 Uhr
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Mittwoch 27.05.2026 |
11:00
- 19:00 Uhr
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Donnerstag 28.05.2026 |
11:00
- 19:00 Uhr
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Freitag 29.05.2026 |
11:00
- 19:00 Uhr
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Samstag 30.05.2026 |
11:00
- 17:00 Uhr
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Sonntag 31.05.2026 |
11:00
- 17:00 Uhr
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