Lesung "Karolinenhöhe" | Kirsten Karg
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„Karolinenhöhe“ – Rückkehr an einen verschwundenen Ort
Kirsten Karg liest, unweit vom Schauplatz des Geschehens, Auszüge aus ihrem Roman "Karolinenehöhe" und gibt Einblicke in die Entstehungsgeschichte des Buches.
Vor der Lesung kann das Gelände der ehem. Naturheilanstalt Lichtental erkundet werden: eine Erinnerung an eine Zeit, als auf einem Hügel in Lichtental Vegetarismus, Licht- und Luftkuren praktiziert wurden und der Zeppelin in Baden-Baden einschwebte.
In der an Sanatorien reichen Kurstadt Baden-Baden existierte bis in die 1940er Jahre auch die Naturheilanstalt Lichtental – außerhalb des Stadtzentrums, auf einem Hügel im Stadtteil Lichtental: der Karolinenhöhe. Hier praktizierte man nach den Prinzipien der Lebensreform schon um 1900 vegetarische Ernährung, Gymnastik und Freikörperkultur, Licht-, Luft- und Wassertherapie.
Auf dem Baden-Badener „Monte Verita“ ging es nicht ganz so hippiesk zu wie auf seinem Schweizer Pendant, für die bodenständige Bevölkerung aber allemal zu freizügig.
Der Roman „Karolinenhöhe“ von Kirsten Karg folgt der Berliner Krankenschwester Ida Freese an diesen längst verschwundenen Ort, und er streift die Schicksale mehrerer Patientinnen und Patienten, die aus unterschiedlichsten Gründen in der Naturheilanstalt behandelt werden. So wirft der Roman auch Fragen nach weiblicher Selbstbehauptung und Gesundheit im Kaiserreich auf, nach Umweltaspekten und ideologischen Machtkämpfen.
Im Vorfeld der Lesung können Interessierte an einem Rundgang über das Gelände der ehemaligen Naturheilanstalt teilnehmen. Stationen sind u.a. die Grundstücke, auf denen das frühere Doktoren- sowie das Badehaus standen. Die Gebäude der Naturheilanstalt existieren nicht mehr, eine Annäherung an die Anlage erfolgt über historische Fotografien, Zeichnungen und Erzählungen heutiger Bewohnerinnen und Bewohner.
Preise
Der Eintritt für Lesung und Rundgang ist frei.
Freier EintrittÖffnungszeiten
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Sonntag 26.07.2026 |
20:00
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