Die Entzauberung der Macht
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Schwimmende Kolosse bedrohen die einst so machtvolle Republik Venedig und beschleunigen ihren Verfall.
Eine Ironie der Geschichte, die Verkehrung der Machtverhältnisse. Mit kleinen Ruderbooten und Gondeln haben die Venezianer jahrelang protestiert, demonstriert und gewonnen – die Kolosse müssen draußen bleiben.
Wie Tucholsky sagte: „Der opponierende Sklave ist immer mächtiger als der regierungssüchtige Herr.“ Ein Dauerthema in der Literatur. Die Mächtigen und ihre Gegenspieler sind der rote Faden bei Shakespeare und Schiller. „Sire, geben Sie Gedankenfreiheit“, traut sich der Marquis Posa vom absoluten Monarchen Philipp II. von Spanien zu fordern. Und Wilhelm Tell verweigert dem Hut des Landvogts den Gruß. „Ich habe einen Traum.“
So beginnt die große Rede Martin Luther Kings gegen die Rassentrennung. Dave Eggers Politsatire „Der größte Kapitän aller Zeiten“ führt uns die Absurdität von aktuellem Machtgebaren vor. Denn wie oft rettet uns nur der Humor vor der Verzweiflung. Große literarische Gestalten haben den Mächtigen eine lange Nase gedreht: die Schelmen Till Eulenspiegel und Don Quijote. Fortgeführt im Uhrenstellinstitut von Ahmet Hamdi Tanpinar und der Figur der rächenden Nofretete von Bolu Babalola. Und zur Macht des Gerüchts servieren wir „Das Gurkerl“ von Johanna Sebauer.
Anmeldung erbeten: vorlesescheune@poteo.de
Uhrzeit: 16.00 - 17.30 Uhr
Öffnungszeiten
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Sonntag 28.06.2026 |
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