Erinnern erforschen. Studien aus dem Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft
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Was verbindet das Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin, die Dokumentation Obersalzberg in Berchtesgaden, das Ghettomuseum Theresienstadt, aber auch das Kernkraftwerk Neckarwestheim oder die Privatbibliothek eines NS-verfolgten Völkerrechtlers an der Universität Tübingen miteinander?
Mit diesen Orten und Fragen der Erinnerungskultur befassen sich Empirische Kulturwissenschaftler:innen an der Universität Tübingen in Kurzvorträgen am Dienstag, 30. Juni 2026, ab 18:30 Uhr im Großen Sitzungssaal des Landratsamts Tübingen. Sie haben unter anderem erforscht, wie sich Menschen heutzutage auf Selfies in Position vor Denkmalen bringen, wie sich politische Vertreter:innen rechtsradikaler oder rechtsorientierter Parteien mit Blumenkränzen Erinnerungsorte aneignen, wie sich Städte von „schwarzer Geschichte“ distanzieren oder wie und warum Museen Erzählungen von Zeitzeugen zum Holocaust als digitale Hologramme konservieren.
Landrat Dr. Hendrik Bednarz, der den Abend eröffnet, betont, wie sehr Erinnerungen einzelne Menschen, soziale Gruppen, Kommunen, Länder und Nationen gegenwärtig beeinflussen und deshalb auch kommunalpolitisch eine Rolle spielen. Etwa 20 Forscher:innen der Universität Tübingen haben an dem neuen Buch „Erinnern erforschen. Studien aus dem Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft“ mitgewirkt, das an diesem Abend erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Prof. Dr. Sannwald, der ebenfalls mitgeschrieben hat, moderiert. Die Cellistin Vivienn Bellmann von der Tübinger Musikschule begleitet die Veranstaltung musikalisch.
Der Eintritt ist frei; um formlose Anmeldung unter kultur@kreis-tuebingen.de wird gebeten.
Preise
Freier EintrittÖffnungszeiten
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Dienstag 30.06.2026 |
18:30
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