Rossini in Wildbad - La gazza ladra – Die diebische Elster (Mailand 1817 / Neapel 1819 u. 1820)
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Unmittelbar nach La Cenerentola schrieb Rossini diese Oper. Sie gehört dem eigenartigen Genre der semiseria an, wobei die Färbung in der Gazza teilweise äußerst düster ist und das glückliche Ende abrupt und damit sehr wirkungsvoll eintritt.
Unmittelbar nach La Cenerentola schrieb Rossini diese Oper. Sie gehört dem eigenartigen Genre der semiseria an, wobei die Färbung in der Gazza teilweise äußerst düster ist und das glückliche Ende abrupt und damit sehr wirkungsvoll eintritt. Die unglückliche Ninetta wird wegen des vermeintlichen Diebstahls eines Löffels (!) rasch zum Tode verurteilt. Und das ist nicht etwa Opernkitsch, sondern entspricht der juristischen Realität der Handlungszeit. Für eine mittellose Hausangestellte und ihren Vater, der sich beim Militär verdingen musste, konnten auch kleine Fehler tödlich sein und so scheint es bis zur allerletzten Szene, als würde eine Restfamilie abrupt ausgerottet, wogegen hier auch die Wohlmeinenden machtlos sind. Die erschütternde Barbarei des „Rechts“, das vom Podestà als Amtsträger zur sexuellen Belästigung missbraucht wird, stellt die Handlung klar heraus. Die Musik für diese Oper komponierte Rossini komplett neu. Berühmt ist die Ouvertüre mit den Trommelwirbeln. Wir spielen die weitgehend unbekannte neapolitanische Fassung mit gleich drei Alternativarien. Die Neuinszenierung von Festivalleiter Jochen Schönleber dirigiert José Miguel Pérez-Sierra.
Öffnungszeiten
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Samstag 25.07.2026 |
19:00
- 22:30 Uhr
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Donnerstag 30.07.2026 |
19:30
- 23:00 Uhr
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