Barockbaumeister Museum Au - Auer Barockgespräche
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Auer Barockgespräche: „Phantom? Parvenue? Bregenzerwälder!“
Eine wissenschaftliche Annäherung an das „Phantom“ Franz Beer von Bleichten von Mathias Moosbrugger, Philipp Zitzlsperger (Universität Innsbruck) und Yvonne Northemann (Universität Bochum).
Auer Barockgespräche zur Ausstellung Franz Beer von Bleichten
Um ein wenig Licht ins Dunkel der lokalen Barockforschung zu bringen, wird begleitend zur Ausstellung eine wissenschaftlich aufbereitete Broschüre aufgelegt. Vertiefend reflektiert werden die Forschungserkenntnisse zu Franz Beer von Bleichten auch im Rahmen der Auer Barockgespräche welche unter dem Titel „Phantom oder Parvenue? Bregenzerwälder!“ am 24. Juli in der Kirche Au-Rehmen stattfinden.
Mathias Moosbrugger (Universität Innsbruck) reflektiert in seinem Beitrag das Phantom und kunsthistorische Phänomen: Franz Beer von Bleichten gilt zwar als bedeutendster Bregenzerwälder Barockbaumeister, ist aber zugleich weitgehend unerforscht. Die biographischen Fliehkräfte nach Konstanz, wo er auch politisch Karriere macht, scheinen oberflächlich betrachtet dominant zu sein. Diesen gegenüber steht jedoch eine lebenslange Bindung zum Bregenzerwald, die nicht nur im Adelsprädikat, das sich auf eine Bregenzerwälder Alpe bezieht, anklingt.
Yvonne Northemann (Universität Bochum) richtet ihren Forschungsfokus auf die Klosterkirchen, welche im Nachklang der Empfehlungen des Konzils von Trient im Dienste der Benediktiner, Zisterzienser und Prämonstratenser entstanden sind. Dabei verweist sie auf Beers unternehmerisches Geschick bei der gleichzeitigen Abwicklung verschiedener Bauprojekte und seine Anpassungsfähigkeit an lokale Gegebenheiten. Michael Thumbs Schema der Wandpfeilergliederung adaptiert er äußerst variantenreich.
Die kunsthistorische Betrachtung zweier Standesporträts, welche Franz Beer und seine Tochter Anna Maria zeigen, leistet Philipp Zitzlsperger (Universität Innsbruck). Er verdeutlicht an diesen den gesellschaftlichen Aufstieg der Familien Beer und Thumb, die es rasch von der ländlichen Elite in die städtische und adlige schafften. Der Architekt zeigt sich als Mann von gehobenem Stand und seine Tochter als modebewusste Städterin.
Öffnungszeiten
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Freitag 24.07.2026 |
15:00
- 18:00 Uhr
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