Begegnungen und Gespräche - Nationalsozialismus und die Tübinger Anatomie
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Begegnungen und Gespräche - Nationalsozialismus und die Tübinger Anatomie
Der Nationalsozialismus und die Tübinger Anatomie
Es dauerte bis 1990 (!), als auf Druck von Studierenden und dem Staat Israel sämtliche noch aus der NS-Zeit stammenden Leichenpräparate aus den Vitrinen und Kellern der Tübinger Anatomie hervorgeholt und auf dem sog. Gräberfeld X des Tübinger Stadtfriedhofes bestattet wurden. Dabei wurde eine Grabplatte angebracht: Schon wenige Tage später wurde sie mit großer Gewalt von Rechtsradikalen zerschlagen. Die Fragmente sind in der kleinen Ausstellung in Tübingen mit dem Titel „entgrenzte Anatomie“ zu sehen. Studierende der Geschichtswissenschaften und der Medizin haben sich mit ihren Dozenten zusammengetan, um Dokumente , Bildmaterial und soweit möglich Biographien der Opfer des menschenverachtenden Rassenwahns zusammenzutragen, um die Verstrickung der Tübinger Anatomie mit dem Nationalsozialismus aufzuarbeiten. Dorothee Schlunk berichtet, wie Leichen (in der NS-Zeit „Material“ genannt) vor 1933 und dann in den Jahren 1933-45 rekrutiert wurden und wie heute vorgegangen wird, um freiwillige Körperspenden für Forschung und Lehre zu erhalten und die Würde der Spender zu bewahren.
Referentin: Dr. Dorothee Schlunk, Tübingen
Preise
Öffnungszeiten
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Donnerstag 11.06.2026 |
16:00
- 18:00 Uhr
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