Alter Bahnhof Gingen
Die Geschichte der Eisenbahn in Gingen reicht jedoch noch weiter zurück. Bereits in den 1840er Jahren begann das Königreich Württemberg mit dem Ausbau der Filstalbahn zwischen Cannstatt und Ulm. Diese Strecke entstand zwischen 1845 und 1850 und war eine der wichtigsten Eisenbahnverbindungen Süddeutschlands. Für den Bau der Trasse wurden in der Umgebung Steinbrüche angelegt, deren Material unter anderem für den Bahndamm bei Gingen verwendet wurde.
Der Bahnhof entwickelte sich rasch zu einem wichtigen Verkehrspunkt für die Region. Von hier aus pendelten Arbeiter in die Fabriken des Filstals, gleichzeitig wurden zahlreiche Güter verladen und transportiert. Besonders bedeutend war der Versand von Eisenerz aus den umliegenden Gebieten sowie später die Produkte der regionalen Industrie, etwa aus der Textilproduktion oder der Holz- und Lederverarbeitung. Neben dem Personenbahnhof entstand daher auch ein eigener Güterbahnhof.
Mit dem zunehmenden Straßenverkehr verlor der Bahnhof im Laufe des 20. Jahrhunderts an Bedeutung. Der Güterbahnhof wurde in den 1970er Jahren aufgegeben, und auch der Bahnhofsbetrieb wurde später reduziert. Heute existiert in Gingen nur noch eine Haltestation für den Personenverkehr. Das historische Bahnhofsgebäude blieb jedoch erhalten und steht unter Denkmalschutz. Es erinnert bis heute an die Zeit, in der die Eisenbahn entscheidend zur wirtschaftlichen Entwicklung des Filstals beitrug.
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