Museum für Volkskunst Meßstetten
Vom 08. März bis 19. Arpil 2026 präsentiert das Museum für Volkskunst „ENDLICH - unENDLICH(T)”
Eine Sonderausstellung zum Thema: Sterbe-, Bestattungs- und Trauerkultur - gestern und heute mit Vortragsreihe.
Ausgehend von den Figuren des Basler Totentanzes um 1820 blicken wir auf die Sterbe-, Bestattungs- und Trauerkulturen. Mit Exponaten im OG aus vergangener Zeit bis zu den heutigen Veränderungen gehen wir u.a. den Fragen nach: Haben wir verlernt zu sterben? Tod und Religionen?
Eine Passionslandschaft im EG gestaltet von Albert Mauz mit Figuren von der italienischen Künstlerin Angela Tripi löst die Stimmung mit der Hoffnung auf Auferstehung auf.
Den Flyer zur Sonderausstellung finden Sie unten im Bereich Download sowie bei den Fotos zum Museum.
Eröffnung der Sonderausstellung ist am Sonntag 08.03.2026 um 11:00 Uhr
- Anschließend ist das Museum regulär Sonntags und Donnerstags ab 16:00 geöffnet und gerne nach Vereinbarung Klara.Stingel@museum-messstetten.de
- Wir begleiten Sie jeweils mit Führungen um 16:00 und um 17:00 durch das Museum.
- Die Vorträge sind um 18:00 mit Zeit für Gespräche und Museumserkundung danach.
Die Ausstellung wird begleitet mit einer umfassenden Vortragsreihe
- Do 12.03. 18:00
Martina Sieber (Bestatterin)
Bestattungskultur im Wandel der Zeit. - So 15.03. 18:00
Sandra Neher-Keller (Abschiedsbegleiterin)
Zuversicht. - Do 19.03. 16:30
Simone Haas (evang. Pfarrerin)
Andacht. Das Zeitliche segnen. - Do 19.03. 18:00
Michael Ziegler (Trauerredner)
Lassen Sie uns über das Leben und den Tod reden. - Do 26.03. 18:00
Michael Weimer (Diakon)
Wege in, mit und aus der Trauer. - So 29.03. 18:00
Michael Holl (Pastoralreferent)
Letzte Ölung, Krankensalbung, Sterbesegen – helfende Zeichen der kath. Kirche. - Do 09.04. 18:00
Philipp und Simone Haas (evang. Pfr.)
Wenn der Vorhang fällt - Ewigkeitsbilder im christl. Glauben. - Sa. 11.04. 18:00
Dr. Volker Damm
„Darf man da eigentlich lachen?“ – vom Leben und Sterben auf der Palliativstation. - So 12.04. 18:00
Frau Zehra Alkisoglu
Abschied nehmen im Islam. - Do 16.04. 18:00
Film: „Kommen-Gehen-Bleiben“ – Sternenkinder
anschl. Gespräch mit Xenia Krämer (Bestatterin). - Sa. 18.04. 18:00
Ellen Weinmann (Tierbestatterin)
„ offen gesprochen“.
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Informationen zur Dauerausstellung:
Das Museum für Volkskunst zeigt auf vier Etagen über 1.300 ausgewählte, qualitativ hervorragende Objekte der Volkskunst.
Die Exponate stammen vorwiegend aus dem süddeutschen Sprachraum und wurden im Zeitraum vom 17. bis 19. Jahrhundert geschaffen. Informative Tafeln erklären deren Ursprung.
Die figürlichen Darstellungen am Objekt zeigen Erzählfreudigkeit, humorvolle Alltagsszenen sind gemalt, gestickt, geritzt und geschnitzt, Gegenstände des täglichen Lebens mit künstlerischer Akribie verziert.
Mit überlieferten und selbsterfundenen Sprüchen äußern die Menschen ihre Gedanken und Gefühle. Häufig waren aber auch kulturelle Begebenheiten, Bräuche oder auch Aberglaube Anlass für die Schaffung der dargestellten Objekte.
So z. B. bei den Figurenpaaren aus dem Basler Totentanz von Anton Sohn. Mit dem Totentanz sollte mahnend daran erinnert werden, dass der Tod jeden, ungeachtet seines Standes und Alters, plötzlich aus dem Leben reißen kann. Der Figur des Todes ist jeweils ein Repräsentant eines Standes oder Berufs gegenübergestellt. Im Museum für Volkskunst sind 12 von insgesamt 42 dieser sehr seltenen Figurenpaare zu sehen.
Viele Ausstellungsstücke öffnen dem Betrachter ein Tor in frühere Zeiten und geben Einblicke in die Lebensweise der Menschen.
Die vielfältigen Möglichkeiten des volkskünstlerischen Gestaltens werden im Museum in folgenden Themenbereichen zusammengefasst und dargestellt
- Untergeschoss:
Ziegelkeramik, Dachziegel, Bodenfliesen, Ofenhafnerkeramik - Erdgeschoss:
Hafnerkeramik, Irdenware, Steinzeug, Schwäbische Ofenwandplättchen - Obergeschoss:
Glas, Hohlglas, Behältnisse, Textiles Gestalten (u.a. Stickmustertücher), Kleintextilien
Volksfrömmigkeit/Volksglaube:
Spitzenbilder, Spruchbilder, Hauskreuze, Votivbilder, Eisen-, Silber-, Wachsvotive, Rosenkränze und Anhänger, Klosterarbeiten, Hinterglasbilder, Patenbriefe, Haus- und Kastenkrippen
Zizenhausener Terrakotten (u.a. Basler Totentanz)
Bäuerlicher Schmuck:
Ringsammlung, Kopf- und Brustschmuck, Amulette, Schmuck an Geschirr und Gerät, volkstümliches Essbesteck, Formen der Holzgestaltung, Gebäckmodel, Buttermodel, Brotstempel, Behältnisse für Schnupftabak, Gestaltetes Gerät - Dachgeschoss:
Möbelmalerei, Symbole am Arbeitsgerät, Holz und Eisen
Schmiedeeisen: Wetterfahnen, Ambosse, Gitter, Werkzeug und Gerät, Grabkreuze, Pfannenknechte, Schloss und Beschlag, Ofenplatten, Ofensteine
Regelmäßig werden auch Sonderausstellungen in das Museum integriert.
Preise
Freier EintrittÖffnungszeiten
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Sonntag 15.03.2026 |
16:00
- 19:00 Uhr
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Montag 16.03.2026 |
geschlossen | |
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Dienstag 17.03.2026 |
geschlossen | |
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Mittwoch 18.03.2026 |
geschlossen | |
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Donnerstag 19.03.2026 |
16:00
- 19:00 Uhr
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Freitag 20.03.2026 |
geschlossen | |
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Samstag 21.03.2026 |
geschlossen | |
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Sonntag 22.03.2026 |
16:00
- 19:00 Uhr
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