Ehem. Bahnhof Geislingen-Altenstadt
Während des 20. Jahrhunderts spielte die Strecke eine wichtige Rolle für den Güterverkehr. Insbesondere während der Zeit des Nationalsozialismus wurde das im Geislinger Raum abgebaute Eisenerz über die Tälesbahn transportiert. Vom Bahnhof Geislingen aus gelangte das Material weiter in industrielle Zentren, unter anderem in das Ruhrgebiet. Nach der Schließung des Erzbergwerks im Jahr 1963 wurde der Transport noch einige Jahre fortgeführt, bevor er endgültig eingestellt wurde.
Der Personenverkehr auf der Strecke wurde bis 1980 aufrechterhalten, der Güterverkehr endete kurz darauf. In den darauffolgenden Jahren verlor die Strecke zunehmend an Bedeutung, bis schließlich auch die verbliebenen Gleisanlagen zurückgebaut wurden. Eine letzte Erinnerung an die Bahnzeit waren Sonderfahrten im Jahr 2000.
Das Empfangsgebäude des Bahnhofs ist bis heute erhalten geblieben und hat eine neue Nutzung gefunden. Heute dient es als Kinder- und Jugendhaus und ist damit ein lebendiger Ort im Stadtteil Altenstadt. Als historisches Bauwerk bewahrt es die Erinnerung an die industrielle Vergangenheit der Region und zeigt zugleich, wie sich ehemalige Infrastruktur sinnvoll in die Gegenwart integrieren lässt.
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