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Industriedenkmal, Geislingen an der Steige

Ehem. Bergwerkssiedlung Staufenstolln

Ehemalige Arbeitersiedlung des Bergbaus in Altenstadt – ein letztes Zeugnis der Wohn- und Lebenswelt der Bergleute im Filstal.
Im Zuge des Erzabbaus am Staufenstolln entstand Ende der 1930er Jahre in Geislingen-Altenstadt eine eigene Bergwerkssiedlung für die zahlreichen Arbeitskräfte. Zwischen 1938 und 1939 wurden im Bereich Dürrwiesen und Mittlerer Boden mehrere Wohnhäuser errichtet, um den starken Zuzug von Bergleuten aus verschiedenen Regionen Deutschlands aufzufangen.

Die Siedlung war Teil eines umfassenden industriellen Ausbaus und spiegelte die Bedeutung des Bergbaus für die Region wider. Zeitweise lebten hier hunderte Familien, die eng mit der Arbeit im Stollen verbunden waren. Gemeinsam mit den markanten Industrieanlagen prägte die Siedlung das Bild Altenstadts und verlieh dem Ort zeitweise den Charakter eines „schwäbischen Ruhrgebiets“.

Nach der Stilllegung des Bergwerks im Jahr 1963 verlor die Siedlung zunehmend an Bedeutung. Ein Teil der Gebäude wurde später abgerissen und durch neue Wohnbebauung ersetzt. Die hintere Siedlung blieb jedoch erhalten und wurde in den folgenden Jahren saniert.

Heute erinnert dieser Bereich als letztes bauliches Zeugnis an die Zeit des Erzbergbaus und gibt Einblicke in die Lebensbedingungen der damaligen Arbeiterfamilien. Die Siedlung steht damit nicht nur für Industriegeschichte, sondern auch für den sozialen Wandel der Region.

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