Geislinger Erzbergbau im „Staufenstolln“
Im Jahr 1940 erreichte die Förderung ihren Höhepunkt: Über 900.000 Tonnen erzhaltiges Gestein wurden durch mehr als 1.000 Beschäftigte gewonnen. Die Anlage umfasste neben den Stollen umfangreiche Tagesanlagen wie Brech- und Siebanlagen, Förderbänder, Bunker sowie Werkstätten und Verwaltungsgebäude. Große Abraumhalden und industrielle Bauwerke verliehen dem Gebiet ein Erscheinungsbild, das eher an das Ruhrgebiet erinnerte.
Der Abtransport des Erzes erfolgte über ein ausgeklügeltes Schienennetz in Richtung der Hüttenwerke im Ruhrgebiet. Trotz hoher Förderzahlen erwies sich der Abbau langfristig als wirtschaftlich nicht rentabel. Gründe waren unter anderem der vergleichsweise geringe Eisengehalt des Gesteins sowie hohe Transportkosten.
1963 wurde der Betrieb endgültig eingestellt. Bereits kurz darauf begann der Rückbau der Anlagen. Heute sind nur noch wenige sichtbare Spuren erhalten, während das Gebiet inzwischen von Gewerbe und moderner Nutzung geprägt ist. Der Staufenstolln bleibt dennoch ein eindrucksvolles Zeugnis der Industriegeschichte im Filstal.
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