Schlosskapelle Bonndorf
Die Schlosskapelle Bonndorf ist ein bedeutender barocker Sakralbau, der 1726/27 im Auftrag von Abt Blasius III. Bender aus dem Kloster St. Blasien errichtet wurde. Entworfen vom Stuckateur und Baumeister Franz Joseph Vogel, entstand sie aus Buntsandstein im Stil des habsburgischen Barocks und wurde 1727 vom Konstanzer Weihbischof Franz Johann Anton von Syrgenstein geweiht. Ursprünglich stand die Kapelle gegenüber dem Schloss und war den Heiligen Nikolaus und Blasius gewidmet.
Im Zuge der Säkularisation verlor die Kapelle ihre ursprüngliche Funktion, sodass sie 1816 bzw. 1820 Stein für Stein abgetragen, nummeriert und an ihren heutigen Standort im Bonndorfer Stadtgarten versetzt wurde. Beim Umsetzen gingen die kunstvollen Deckenfresken des Malers Franz Joseph Spiegler unwiederbringlich verloren. Der Stadtgarten diente damals als Friedhof, doch erwies sich dieser Standort als ungeeignet, weshalb die Kapelle diese Aufgabe nie dauerhaft übernahm.
Von 1873 bis 1953 nutzte die evangelische Gemeinde Bonndorf die Kapelle als Gotteshaus, bevor die Pauluskirche errichtet wurde. Heute ist die Schlosskapelle ein eindrucksvolles Zeugnis barocker Baukunst und ein wichtiger Bestandteil der Bonndorfer Kulturgeschichte.
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