Schwetzinger SWR Festspiele: Die Fledermaus
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„Leicht gekürzt und stark gewürzt“: So soll laut Florian Vogel, Leiter des Kleist-Forums in Frankfurt (Oder), diese Version von Johann Strauss’ bitterböser Operette Die Fledermaus werden. Garanten dafür, dass in der Kürze hier tatsächlich die Würze liegt, sind der Schauspieler Boris Aljinovic, der, weil an diesem Abend nicht gesungen wird, seine eigene Textfassung spielen wird, und das clair-obscur saxophonquartett. Dass dieses Ensemble seinen Namen von der Hell-Dunkel-Malerei herleitet, die vor allem in der Barockzeit gerne zur Verstärkung von Kontrasten und Ausdruck benutzt wurde, dürfte dem musikalischen Teil der Bearbeitung die Richtung vorgeben: Die vielen Hits der Operette werden so kantig, lebendig und virtuos serviert, dass man nicht befürchten muss, hier einem bloßen „Fledermäuschen“ zu begegnen. Im Gegenteil, das Konzentrat fokussiert noch stärker auf die Verlogenheit der Menschen, deren Rührung nur eine geheuchelte ist. Die große Kunst liegt darin, dass diese Demaskierung überaus unterhaltsam und witzig ist. Und am Ende bleibt ein anarchischer Fluchtweg: der große Rausch. Trinken macht die Augen hell – es lebe der König Champagner!
Eine Produktion des Kleist Forums
Öffnungszeiten
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Freitag 15.05.2026 |
19:30
Uhr
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