Musik aus sächsischen Schlosskirchen für Barockoboe und Orgel
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Im Mittelpunkt dieses Konzerts steht die Barockoboe, die sich in der Kirchenmusik des 18. Jahrhunderts zu einem beliebten "Füll-Instrument" der Orgel entwickelte.
Daraus entstand eine ganz neue, farbenreiche Gattung der Kirchenmusik.
Daraus entstand eine ganz neue, farbenreiche Gattung der Kirchenmusik.
Musik für Barock-Oboe und Orgel aus sächsischen Schlosskirchen
Konzertreihe Sankt Aurelius wird am Sonntag, 19. April fortgesetzt
Mit einem in unseren Konzerten viel zu selten erklingenden Instrument in der Hauptrolle wird am Sonntag, dem 19. April die diesjährige Konzertreihe Sankt Aurelius fortgesetzt. Die Rede ist von der Oboe, in diesem Fall in barocker Bauweise, die von der bekannten Barock-Oboistin und Gründerin des Ensembles CONCERT ROYAL, Karla Schröter, geblasen wird. Als Besonderheit wird sie in diesem Hirsauer Konzert nicht von einer Truhenorgel, sondern von der mit mehr Klangfarben und Registriermöglichkeiten ausgestatteten „großen“ Rohlf-Orgel der Aureliuskirche begleitet. Organist an diesem sonst vorwiegend in Gottesdiensten und bei den Stunden der Orgelmusik erklingenden Instrument ist Christoph Anselm Noll, der vor etlichen Jahren schon einmal in Hirsau zu Gast war.
Auf dem sehr gut in die Osterzeit passenden Konzertprogramm stehen Werke aus der Zeit zwischen Barock und Frühklassik, die ausschließlich von Komponisten aus Thüringen und Sachsen geschaffen wurden. Hintergrund dieser geografischen Zuordnung ist eine besondere Entwicklung in der Kirchenmusik des 18. Jahrhunderts: Zu der bis dahin fast ausschließlich solistisch eingesetzten Orgel gesellte sich nach und nach ein (auch solistisch auftretendes) Blasinstrument, woraus die Gattung von Werken für ein Blasinstrument und obligate Orgel entstand. Geographisches Zentrum dieser Gattung waren das Fürstentum Sachsen sowie Thüringen. Der größte Teil dieser Werke schreibt als Blasinstrument die Oboe vor, seltener das Horn, die Trompete, Flöte oder das Fagott. Neben wenigen frei komponierten Werken entstanden hauptsächlich Choralvorspiele, in denen das Blasinstrument den Cantus Firmus, den Choral, blies und die Orgel - meist in Triosätzen - reichhaltige, oft sehr virtuose Figurationen spielte.
Der thüringische Komponist Organist und Musikschriftsteller Jacob Adlung, dessen Schriften zur Musikgeschichte, besonders zur Zeit Bachs, als sehr aufschlussreich gelten, schreibt hierzu: "Wie man nun die mehresten Ausführungen auf der Orgel allein zu machen pflegt, so ist es doch auch angenehm, wenn ein Hautbois oder ein ander geschicktes Instrument heimlich hinter oder neben die Orgel gestellt wird, welches der Choral ausführt, und durch die Orgel begleitet wird, entweder alles nach Noten, oder aus dem Stegreife. Nach Noten könnte auch solch Instrument die Variation machen, und das übrigte besorgte die Orgel" (Anleitung zur musikalischen Gelahrtheit, 1758).
Diese hier so schön beschriebene Gattung entwickelte sich fast ausschließlich im Schüler- und Enkel-Schülerkreis Johann Sebastian Bachs, wobei von Bach selbst kein Werk dieser Gattung mit Sicherheit überliefert ist. Dennoch steht neben Werken der Bachschüler Johann Ludwig Krebs, Johann Wilhelm Hertel, Gottfried August Homilius, des Bachsohns Carl Philipp Emanuel sowie des Bach-Schwiegersohns Johann Christoph Altnickol mit dem Praeludium und der Fuge A-Dur für Orgel, BWV 536, auch ein Stück des wohl berühmtesten Thomaskantors auf dem Programm des Konzerts am 19. April.
Preise
Für SchülerInnen und Studierende gilt ein ermäßigter Preis von 10 €.
Öffnungszeiten
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Sonntag 19.04.2026 |
19:00
- 21:00 Uhr
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