Schwetzinger SWR Festspiele: Tagebuch eines Kastraten
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Schauspielerin Corinna Harfouch liest aus den Memoiren des italienischen Sängers Filippo Balatri, den musikalischen Part gestalten Hubert Wild (Gesang) und Stefan Maass (Laute).
Er war Leib-Eunuch Peters des Großen, singendes Gastgeschenk für den Fürsten der westmongolischen Kalmücken, Alleinunterhalter in den Adelshäusern Europas und am Ende Klosterbruder in einem bayerischen Konvent. Der mongolische Khan schenkte ihm, hingerissen von seiner glockenhellen Sopranstimme, einen Goldstoff, der später den französischen Sonnenkönig Ludwig XIV. vor Neid erblassen ließ. Der italienische Kastrat Filippo Balatri (1682–1756) führte eines der spektakulärsten Sängerleben der Musikgeschichte. Dennoch wüssten wir heute nichts von ihm, hätte er nicht – übrigens als Einziger seiner Zunft – ein fast 5000 Seiten starkes handschriftliches Konvolut hinterlassen. Balatris Memoiren haben Christine Wunnicke zu ihrem Roman Die Nachtigall des Zaren inspiriert. Aus ihm und aus den Memoiren des Sängers liest die Star-Schauspielerin Corinna Harfouch; dazu erklingen barocke Arien, die Balatri aufgeführt hat oder aufgeführt haben könnte. Jetzt singt sie, begleitet von Stefan Maass an der Laute, Hubert Wild, der als Bariton wie als Altus auftritt und gerne auch mal im Schauspiel unterwegs ist. Ein Abenteuerroman in Tönen: unglaublich, aber wahr.
Öffnungszeiten
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Dienstag 12.05.2026 |
19:30
Uhr
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