"ich kenne viele wörter und keines davon passt" – Schreiben als Selbstfürsorge
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Schreiben ist Arbeit an der Sprache und Arbeit am Selbst zugleich. Es ordnet Wahrnehmung, gibt inneren Zuständen Form und macht erfahrbar, wie eng poetische Gestaltung und psychische Prozesse miteinander verbunden sind. Die Lesung mit anschließendem Gespräch bringt literarische, psychologische und medizinische Perspektiven miteinander ins Gespräch.
Sie widmet sich dem Schreiben als ästhetischer Strategie, als literarischem Reflexionsgegenstand und als Praxis der Selbstfürsorge. Die drei Dichter_innen lesen aus Werken, die zentrale Fragen von Psyche, Identität und Krisenerfahrung reflektieren.
Sirka Elspaß (hungern beten heulen schwimmen, 2025) und Farhad Showghi (Die nähere Umgebung, 2026) stellen ihre jüngsten Gedichtbände vor, während Nancy Hünger (4 Uhr kommt der Hund, 2020) aus einem thematisch einschlägigen ihrer früheren Werke liest. In diesen Texten der Autor_innen wird Schreiben zum Ort der Selbstbeobachtung und der Identitätsarbeit, zum Medium, in dem Erfahrungen von psychischer Belastung, Verletzlichkeit und Selbstbehauptung poetisch verhandelt werden. Dabei stehen nicht therapeutische Lösungen im Vordergrund, sondern die Frage, wie Sprache Erfahrungen formt, verschiebt und aushält.
Die Lesung mit anschließendem Gespräch findet in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Psychische Gesundheit (DZPG) sowie dem Studio Literatur und Theater (SLT) statt und steht in Voraussicht auf die Sonderausstellung Schreiben für die Seele, die ab dem 11. September 2026 im Museum Hölderlinturm zu sehen sein wird.
Moderation: Mirek Heißenbüttel und Martha Sappler.
Organisation: Sabrina Rosalie Rösch (Museum Hölderlinturm), Nancy Hünger (Studio Literatur und Theater) und Katrin Giel (Universitätsklinikum Tübingen, Psychosomatische Medizin & Psychotherapie).
Das Zitat kommt aus Sirka Elspaß Gedichtband "hungern beten heulen schwimmen".
Öffnungszeiten
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Donnerstag 16.04.2026 |
19:00
Uhr
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