ZukunftsEntdeckerRoute - Energiegewinnung
Beim Radfahren nebenbei etwas über Zukunftsthemen erfahren - diese Idee steckt hinter der ersten ZukunftsEntdeckerRoute zum Thema regionale Energiegewinnung im Landkreis Konstanz.
Bei dieser Route liegt der Fokus auf dem Thema regionale Energiegewinnung. Die Beispiele entlang der Route zeigen, wie die Kraft von Sonne und Wasser zur Erzeugung von grünem Strom genutzt werden kann und wie smarte Technik dabei hilft, Energie effizient zu nutzen. Es werden Projekte vorgestellt, die für innovative Technologien oder auch für besonderes Design ausgezeichnet wurden. Auch Aspekte wie sinnvolle Flächennutzung und Naturschutz werden erläutert.
Die Informationen zu den einzelnen Stationen entlang dieser ZukunftsEntdeckerRoute können ab Sommer 2026 über die Zeigmal-App abgerufen werden – sowohl zum Hören als auch zum Nachlesen. Alternativ können alle Informationen auch unter www.zukunftsregion-kn.de/zukunftsentdeckerroute nachgelesen werden.
Die Route folgt zunächst dem Bodenseeradweg bis nach Moos. Von dort geht es auf dem Flusserlebnispfad Hegauer Aach weiter. Nur an wenigen Stellen muss das beschilderte Radwegenetz verlassen werden, um zur nächsten Station zu gelangen.
Für die Rückfahrt ab Bahnhof Singen Landesgartenschau kann die Bahn (Seehas) genutz werden oder man radelt die gleiche Strecke zurück. Alternative Möglichkeiten für die Rückfahrt bietet das Knotenpunktnetz. Der Flusserlebnispfad Hegauer Aach führt weiter über den Aachtopf bis nach Mühlhausen, wo ebenfalls in den Seehas eingestiegen werden kann.
Autorentipp
Entlang der Strecke gibt es zahlreiche schöne Pausenplätze am Bodenseeufer oder am Flüsschen Aach.Wegbeschreibung
Die erste Station ist das Wohnquartier „s' Dübelhölzle", das grünste Wohnquartier am Bodensee. Vom Bahnhof Allensbach geht es entlang der Radolfzeller Straße in Richtung Markelfingen. Nach circa 700 Metern befindet sich das Quartier auf der rechten Seite.
Weiter geht es bis kurz nach dem Ortsausgang von Allensbach. Wer von hier nicht zum See, sondern in Richtung Bodanrück schaut, sieht den Lärmschutzwall entlang der Bundesstraße 33. Dort befindet sich eine etwa einen Kilometer lange Solaranlage. Hier hat der Lärmschutzwall also neben seinem Hauptzweck, Lärm zu blockieren, noch eine weitere nützliche Funktion und es gehen für die Energiegewinnung keine landwirtschaftlich nutzbaren Flächen verloren.
Von hier geht es weiter nach Radolfzell. Am zweiten Kreisverkehr nicht der Radwegebeschilderung Richtung Innenstadt folgen, sondern nach rechts in die Güttingerstraße abbiegen. Nach circa 200m befindet sich der aquaTurm, dessen Fassade fast komplett mit Solarmodulen verkleidet ist, auf der linken Seite. In dem hochmodernen Gebäude befindet sich ein Hotel.
Nun geht es wieder zurück bis zum ersten Kreisverkehr, wo eine Brücke über die Bahngleise auf die Halbinsel Mettnau führt. Immer gerade aus geht es zu den Medizinischen Reha-Einrichtungen der Stadt Radolfzell METTNAU. Für einen kurzen Spaziergang zum Mettnau-Steg beim Restaurand Strandcafé können die Fahrräder am Strandbad oder etwas weiter oben bei den ersten Gebäuden der METTNAU abgestellt werden. Am Mettnau-Steg liegt in der Regel das Solarschiff Helio.
Weiter geht es durch den Mettnaupark Richtung Innenstadt. Hier befindet sich auf der alten Mettnau-Brücke die Solarblume, eine solarbetriebene Ladestation mit Schließfächern zum Aufladen von E-Bikes, Smartphones und Tablets.
Zur nächsten Station in Moos wird dem Bodenseeradweg am Ufer entlang gefolgt. Kurz nach dem Ortseingang von Moos gelangt man zum am Hafen gelegenen, für sein Design preisgekrönten Solarturm.
Hier verlässt die ZukunftsEntdeckerRoute den Radweg und zweigt Richtung Ortsmitte vom Moos ab. Ab hier kann auch der Beschilderung des Flusserlebnispfads Hegauer Aach gefolgt werden. Bald wird der Solarpark Deponie Moos erreicht, ein weiteres Beispiel für eine Solaranlage auf einer Fläche, die nicht für landwirtschaftliche Zwecke genutzt werden kann.
Kurz darauf führt der Radweg am Moosfeldhof vorbei, wo man auf biologisch-dynamische Landwirtschaft setzt und die gesamte Energieversorgung auf erneuerbaren Energien basiert.
Der Flusserlebnispfad Hegauer Aach führt nun immer wieder an renaturierten Flussstücken und idyllischen Plätzchen am Ufer vor. In Rielasingen-Arlen fließt ein Teil des Wassers der Aach in einen Kanal zur Stromgewinnung in den Wasserkraftwerken Arlen I und II, während immer eine Mindestwassermenge im ursprünglichen Flussbett verbleibt. Fischtreppen sorgen für die Durchgängigkeit des Gewässers für Fische und Kleingetier.
Bald wird Singen erreicht mit der Insel Wehrd, einem malerischen Rückzugsort mitten in der Stadt zwischen der Aach und dem Schlachthofkanal. Hier können Spaziergänger die Faszination von Wasser und Natur genießen, Vögel beobachten oder einfach entspannen und Verweilen.
Kurz darauf führt der Radweg durch eine Unterführung und folgt dann der Schlachthausstraße wieder zur Aach. Hier geht es rechts auf die Musikinsel, wo sich ein weiteres Wasserkraftwerk befindet. Der Blick von der Aach-Brücke trifft auf das Wehr, welches das Wasser mithilfe sogenannter „Schützen“ staut und damit eine Fallhöhe am Kraftwerk von 1,80 m ermöglicht. Auch hier teilt sich das Wasser der Aach zwischen einem Kanal und dem Mutterbett auf. Nur der Abfluss im Kanal wird zur Stromgewinnung genutzt.
Dies ist die letzte Station unserer ZukunftsEntdeckerRoute zum Thema regionaler Energiegewinnung. Von hier aus ist es nicht mehr weit bis zum Bahnhof Singen Landesgartenschau, von wo man mit dem Regionalzug Seehas wieder zurück zum Startpunkt fahren kann.
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