Schwetzinger SWR Festspiele: L'Orfeo ohne Worte
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Das Ensemble Continuum bringt Monteverdis Oper L’Orfeo ins Konzert – ganz ohne Worte.
Orpheus liebt. Und Orpheus singt. So holt der Titelheld in Monteverdis L’Orfeo seine Gattin Eurydike aus der Unterwelt zurück ins Leben. Und so holen die kreativen Musiker:innen des Ensembles Continuum die Oper ins Konzert. Schließlich lieben auch sie das frühbarocke Stück, und wer singen will, braucht dafür nicht unbedingt eine Stimme, sondern kann auch die E-Gitarre benutzen, das Akkordeon, die Gambe, den Zink, die Blockflöte, Cembalo und Orgel. L’Orfeo ohne Worte ist komprimierte Opern-Essenz. Und es ist ein spannendes Musiktheater über zwei Menschen, eine Superkraft und die Chance, die im Scheitern liegen kann. Instrumente übernehmen die Rollen der Singenden – und beweisen, dass es von heute bis zurück ins Uraufführungsjahr 1607 nur ein Katzensprung ist. Gefühle altern ebenso wenig wie Monteverdis Musik. Die wirkt auch hier ungemein frisch – bis hin zu einem Ende, das dem Misserfolg des zweifelnden Helden eine pastoral unterfütterte Apotheose entgegenstellt. „Wer unter Schmerzen sät, erntet die Frucht mit allem Gewinn“, singen in Monteverdis L’Orfeo die Hirten und Nymphen. Hier brauchen sie keine Worte. Und das szenische Original gibt’s am 2. und 3. Mai im Schwetzinger Rokokotheater.
Öffnungszeiten
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Dienstag 28.04.2026 |
19:30
Uhr
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