Schwetzinger SWR Festspiele: Quinten, Eifer, höchste Wonne
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Mit Werken von Haydn, Berg und Beethoven erlebt das Publikum ein Programm der Gefühlsextreme.
„Vier blonde, lustige, sehr begeisterte und eifrige Musiker … Als ich sah, wie die mein Quartett fast auswendig kennen, wie die das von selbst schon als ganz richtiggehende Musik empfanden und hinlegten, ging mir das Herz auf!“ So lobte Alban Berg das junge Havemann-Quartett, das 1923 sein schon während des Studiums bei Arnold Schönberg entstandenes Streichquartett op. 3 erstmals erfolgreich aufführte. Man darf vermuten, dass der Komponist ebenso vom Viatores Quartet geschwärmt hätte, das seit 2024 als SWR Kultur New Talent gefördert wird. An der Seite von Bergs hochexpressivem Werk steht neben Haydns op. 76 Nr. 3 mit seinem Variationssatz über Gott erhalte Franz den Kaiser Beethovens Streichquartett cis-Moll op. 131. Darüber, ob dessen sieben Teile allesamt vollwertige Sätze sind, ist ebenso heftig gestritten worden wie über die ganz praktische Frage, wann die Interpreten inmitten dieser atemlosen Kette von formalen Experimenten und Gefühlsextremen ihre Instrumente nachstimmen können. Für Richard Wagner war der erste Satz „wohl das Schwermütigste, was je in Tönen ausgesagt worden ist“, der letzte „höchste Wonne, Jammer, Rasen, Wollust und Leid“. Wer könnte besser dazu passen als ein Quartett, das die Reise zwischen den Welten in seinem Namen trägt?
Öffnungszeiten
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Freitag 01.05.2026 |
11:00
Uhr
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